Seid ihr religiös?

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taichi1082

Re: Seid ihr religiös?

Beitrag von taichi1082 » 17.02.09 17:15

h34dsp1n hat geschrieben:[...]eine atheistische Religion[...] also hör auf andere Religionen zu kritisieren wenn du nicht mal alle Glaubensphilosphien über diese Religion gelesen hast.[...]
Lol. atheistische Religion 8) I am amused

Aber spaß bei Seite. Ich stimme aeiou zu, denn ich bin ein Anhänger des Ignostizismusses. Da Gott in dieser Definition nur eine art "Kraft" ist, und nicht ein übernatürliches Wesen (das dinge im Nachhein steuert/manipuliert), ist die Frage nach einem Gott nicht von Bedeutung.

btw fragt mal kazeem und seinen solipsismus. Da spielt Gott eine noch geringere Rolle 8)

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Re: Seid ihr religiös?

Beitrag von HARIBO » 17.02.09 19:39

ja ich bin religiös ich geh zum konfirmantenunterricht werd am 16.mai konfirmiert^^ wenn ihr das wissen wollt ich min evangelisch^^
8)
das sagt euch
HARIBO
...lol...
Minwoo FAN!!
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jeder der mich bei ICQ adden will tut das^^ ja los worauf wartet ihr?? :idea:
ach ja meine nummer^^: 402-449-960

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Re: Seid ihr religiös?

Beitrag von IllDepence » 17.02.09 21:10

Ich fände es besser, wenn jeder hier etwas klarer ausdrücken würde inwiefern er an 'Gott' bzw an welche Form von 'Gott' er/sie glaubt oder nicht glaubt.

Richard Dawkins beschreibt in seinem Buch 'Der Gotteswahn' z.B. die Form von 'Gott' die man im Kopf haben muss, wenn das Wort 'Gott' z.B. in einem Zitat Einsteins vorkommt.
Hierbei handelt es sich mehr um die Gesamtheit an physikalischen Gesetzmäßigkeiten, die unsere Welt so funktionieren lassen, wie sie es eben tut. In diesem Sinn hat 'Gott' nichts, aber auch GARNICHTS mit Übernatürlichem und Unergründlichem zu tun. 'Gott' ist hier nicht mehr als ein Begriff.

Im gewöhnlichen Sinne hat 'Gott' aber die Spannweite von 'Übernatürlicher Instanz, die als Ursache für das Dasein/das Universum steht' über 'Übernatürliche Instanz, die das Universum geschaffen hat und noch heute aktiv ins Geschehen eingreift' bis hin zum alten Mann mit dem Rauschebart.

Ich meinerseits glaube an keinen dieser unergründlichen/übernatürlichen Götter und werde mich hüten, 'Gott' im zu Begin definierten Sinn zu verwenden, da es sehr schnell zu Missverständnissen führen kann und man ganz schnell doch als irgendwie gläubig hingestellt wird.

so far...
Greets,
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Re: Seid ihr religiös?

Beitrag von kirschbcb@web.de » 28.02.09 15:55

glaubig bin ich, aber nicht an GOTT( denn namenlosen gott der christen)

ich bin heide
mfg kirsch

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wir machen halt lusigen death metal, echt nen klick werd wer so was mag

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Re: Seid ihr religiös?

Beitrag von Korelas » 28.02.09 16:06

naja wie mans nimmt
war im konfi-unterricht...hab meine Konfirmation aber schon hinter mir^^(zum glück)
werd wahrscheinlich nur noch zu Hochzeiten und/oder taufen o.ä. in die kirche gehn :P
Evangelismus is the best^^

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Re: Seid ihr religiös?

Beitrag von Dero » 03.03.09 17:42

naja ich bin auch relativ gläubig
jesus ist voll chillig :mrgreen:
obs nen gott gibt bin ich mir nicht sicher aber irgendwie muss das leben ja entstanden sein
h34dsp1n hat geschrieben: Was ich hier nicht verstehen kann ist, das manche hier einige Dinge als totalen Schwachsinn beurteilen, obwohl jeder seine eigene Meinung vertritt und man niemals einen Gläubigen vom Gegenteil überzeugen kann.
Also respektiert einfach ihre Meinung und unterstellt ihnen nichts.

mfg
ich bin auch der meinung von h34dsp1n soll doch jeder an das glauben was er für richtig hält
und den anderen nich damit auf die nerven gehn

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Re: Seid ihr religiös?

Beitrag von Bly » 14.03.09 20:57

ich bin eigendlich christ (bin getauft) und habe bald konfi mir macht das leben in der gruppe zwar spaß wenn wir was cooles machn aber eigendlich glaube ich nicht an "gott" ich glaube auch an nichts anderes :?
"Ohh er ist gut."
"Ja, er weiß wie rum der Bust sich dreht."

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Re: Seid ihr religiös?

Beitrag von Grayfox » 14.03.09 21:08

also ich für meinen Teil bin schon gläubig. Jedoch glaube ich nicht, dass ich, um gläubig zu sein, irgendwie in eine Kirche gehen muss oder so. Ich finde Religion is in einer Weise schon etwas persönliches, dass man mit sich selbst und in diesem Fall Gott ausmachen muss.
mfg Grayfox

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Re: Seid ihr religiös?

Beitrag von Wambo » 14.03.09 22:14

Ich hab sozusagen meine eigene religion^^
Bei mir gibts ein gott aber keine propheten oder sonstwas. Auch keine verbote. Ich meine was sollte es einem gott bringe wenn alle lute freitags in die kirche gehen (oder wann man das auch macht^^). Oder was sollte ihm das bringen wenn ich kein schwein esse?? Jeder hat seine meinung und ich hab diese. eig glaub ich immer an die wissenschaft, aber keiner kann beweisen das es kein gott gibt und somit kann es ihn ja geben. Und die evolutionstehorie ist eig ganz plausibel aber dennoch kann ich mir nicht vorstellen das so etwas komplexes wie zb der mensch einfah nur entstanden ist. Wenn man sich nur die nerven eines menschen anguckt. Es gibt leute die vertehen nichtma wie sie funktionieren. Und die sollen einfach so entstanden sein im laufe der evolution?? Ich glaube auch das der glaube an gott einem vieles erleichtert. Manches aber auch schwirger zu vertshen macht. Zb. der amoklauf vor kurzem. Wiso lässt gott sowas zu?? Kann keiner beantworten. Aber wenn bei einem eine längere zeit alles schief geht und man nur noch schlecht gelaunt ist, dann glaube ich das diese phase eine wichtige lektion im leben ist und gott will das man was daraus lernt.

Aber Religion ist sher komplizirt. Darum führen leute auch krieg deswegen. Sie vertehens einfach nicht. Ich glaube nicht das irgentein gott, sei es der christliche budhistische islamische...., will das man krieg führt. Und die leute vertehens einfach nicht. Wiso stört es manche leute wenn andere an etwas anders glauben?? Also mir ist es egal ob meine kollegen an gott glauvben oder nicht. Sie könnten auch ein fernseher vergöttern. Ist mir egal, solange der mensch an sich gut ist.

Langer rede garkein sinn: ICh bin glaubig auch wenn anders als die meisten.
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Re: Seid ihr religiös?

Beitrag von IllDepence » 14.03.09 22:54

Ein paar Anmerkungen zu Deinem Post, Wambo.
Und die evolutionstehorie ist eig ganz plausibel aber dennoch kann ich mir nicht vorstellen das so etwas komplexes wie zb der mensch einfah nur entstanden ist.
Evolutionstheorie = plausibel
"[...] der mensch einfah nur entstanden"
Ich halte es zwar für möglich, dass Du Dich während Deines gesamten Posts nur ungeschickt ausdrückst, dennoch sei gesagt, dass die Evolutionstheorie - wie der Name schon sagt - nichts für "einfach nur entstanden" erklärt. Die natürliche Selektion, wie Darwin sie erläutert, bietet ein sehr elegantes und auch funktionierendes Erklärungsmodell für etwas so komplexes wie Lebewesen.

Du solltest Dich besser genauer mit der Evolutionstheorie auseinandersetzen, bevor Du so leichtfertig darüber urteilst.

Ich glaube auch das der glaube an gott einem vieles erleichtert.
Klar kann man es sich einfach machen und für alles, was man noch nicht erklären kann, "Gott" als Erklärung heranziehen.
Manches aber auch schwirger zu vertshen macht.
Meinung eines Atheisten: Klar. Der Glaube an Gott kann einer vernünftigen Betrachtung nicht standhalten. Erkläre mir doch bitte mal, wo Gott herkommt? xD

Zb. der amoklauf vor kurzem. Wiso lässt gott sowas zu?? Kann keiner beantworten.
Ein fundamentalistischer Katholik würde Dir sagen: "Passiert etwas schreckliches, dann hat es die Menschheit verdient."

Aber wenn bei einem eine längere zeit alles schief geht und man nur noch schlecht gelaunt ist, dann glaube ich das diese phase eine wichtige lektion im leben ist und gott will das man was daraus lernt.
Du glaubst wirklich an eine omnipräsente Entität, die sich um jeden einzelnen Menschen gleichzeitig "kümmert"?

Aber Religion ist sher komplizirt.
"Leidet ein Mensch an einer Wahnvorstellung, so nennt man es Geisteskrankheit.
Leiden viele Menschen an einer Wahnvorstellung, so nennt man es Religion."
;)


Gruß,
Ill
Zuletzt geändert von IllDepence am 14.03.09 23:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Seid ihr religiös?

Beitrag von Horstmalibu » 14.03.09 23:26

ich habe dieses halbjahr nun endlich vom religionsunterricht zum philosophieunterricht gewechselt und bein echt begeistert! diese art zu denken erfüllt mich ungemein, auch wenn ich die frage des seins nicht endgültig klären kann herrscht bei mir kein "loch" oder wie es hier genannt wurde. was an philosophie im vergleich zu einer religion einfach toll ist ist, dass man in seinem denken nicht eingeschränkt ist. natürlich verstehe ich leute die an eine religion glauben, weil es ihnen kraft gibt wenn sich sich einsam fühlen etc. nur die leute die ich nicht verstehe sind die menschen, die ihren glauben in keinster weise rechtfertigen können. ich denke wenn man christ ist kann man seinen glauben nur mit zwei dingen erklären. entweder man braucht religion, weil sie einem kraft gibt (s.o.) oder man sieht sie als eine idealistische philosophie und kann sie auch dementsprechend in einer diskussion vertreten. was ich nicht verstehe ist, dass ein großteil einfach keine ahnung hat woran erglaubt und warum und trotzdem meint er wäre im recht.. gehirnwäsche ist vll eine extreme bezeichnung aber bei vielen leider sehr zutreffend.

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Re: Seid ihr religiös?

Beitrag von Wambo » 15.03.09 10:42

@IllDepence:
Ok hast vil recht ich hab mich kake ausgedrückt was die evoulutionstheori angeht.
Was ich mein: Selbst ganz unterentwikelte organissmen wie einzeller sind recht komplizirt aufgebaut dafür das die eig nichts können. Und einzeller waren ja ganz am anfang. Daraus kamen dan mehrzeller usw. Und die einzeller müssen ja i-wo her gekommen sein oder???
Ich kann mir nicht vorstellen das so etwas komplexes wie der mensch sich nach und nach entwikelt hat.

Sry besser kann ich es nicht formulieren^^
Zb. der amoklauf vor kurzem. Wiso lässt gott sowas zu?? Kann keiner beantworten.


Ein fundamentalistischer Katholik würde Dir sagen: "Passiert etwas schreckliches, dann hat es die Menschheit verdient."
Aber wie gesagt ich bin kein katholik. Ich glaube nicht das die familien der opfer glauben das sie es verdient haben
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Re: Seid ihr religiös?

Beitrag von Rose » 15.03.09 11:18

Ich müsste der erste Orthodoxe hier sein, oder eben nicht^^

Ob man an Gott glaubt ist eine verdammt gute Frage. Der Christlich-Orthodoxe Gott ähnelt sich ja mit dem Katholischen wie dem Evangelischen. Wir alle 3 haben einen Gott der Vergebung und der "Busse", so wie das gleiche Alte Testament.

Ich bin ein Anhänger Jesu würde ich sagen. Ich finde es schade das nach ihm noch keine offizielle Philosophische Richtung benannt wurde. Im Humanismus(Altes Griechenland) war der Perfekte Mensch auch ein Krieger, in Neu-Humanismus muss man sehr vieles bis hin zu allem wissen. Allerdings hat Jesus geprägt das Nächstenliebe über allem liegt. Er stellte das gute Verhalten zu seinen Mitmenschen über Bildung, über den Sozialen Stand etc. Ich finde dieser Satz drückt genau das aus was ich meine: " Wenn dich jemand schlägt, dann halte auch die zweite Wange hin."
Aber ich muss mich allerdings auch abgrenzen von seinen Lehren. Wenn mich jemand schlägt und verletzt, dann schlage ich zurück. Ohne Wütend zu sein, und ohne irgendwelcher Motivation die auf Rache zurück zu führen ist. Ich tue es um mich zu verteidigen. Verbal lässt sich diese Theorie wunderbar anwenden, in der Praxis aber ist sie mir zu gefährlich. Das ist auch der Grund warum ich sehr vieles Ignorieren, bzw. auf diese Weise kontern kann, das Ich den anderen nicht beleidige, seine Aussage jedoch als naiv und töricht hinstelle.

Ich bin der Meinung das für jeden Gott, als das zu definieren ist, an was er glaubt. Ob man nun an seine Existenz, oder aber einfach nur an den von ihm vemrittelten Werten glaubt, ist irrelevant. Ich habe mal dem Vertreter der Griechisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland diese Frage gestellt: "Welcher Mann kommt nach den Regeln der Kirche in den Himmel? Der Mann der offiziell an Gott glaubt und jeden Sonntag in die Kirche geht, aber sich halt ausserhalb der Kirchenwänden nicht dran hält, oder aber jemand der Gott in seinen Anfängen ablehnt, sich aber an seine Regeln hält." Seine Antowort: "Der Mann der sich an Gottes Gesetze hält, der nimmt nur an nicht an Gott zu glauben. In Wahrheit ist er nur zu naiv um es zu begreifen."

Den kirchlichen Glauben lehne ich jedoch ab. Das liegt daran das ich zum Teil Skeptizist bin. Das bedeutet das ich an Allem und Jedem zweifle, allerdings ohne es Immer wieder zu tuen. Also ich nehme im Grunde genommen nichts als gegeben an. Ich analysiere immer erst eine Situation, einen "Spruch", einen Gedanken, eine Anregung 3x etc. Genau dieser Zweifel, und dieser Drang zur Vorsicht lässt mich nicht vollkommen Katholisch oder Orthodox sein.

Abschliessend möchte ich noch einige Sachen klar stellen. Ich glaube an die Existenz von Gott, nicht als ein Eigenständiges Wesen das über uns Menschen liegt, sondern als das Leben selbst. Vielleicht ist es naiv Philosophie als eine Art Lebnsmotto an zu sehen, und Werte als Gott zu benennen, allerdings weiss ich nicht warum ich an etwas glauben sollte was ich nicht spüre, nicht sehe, nicht höre. Wenn der Christliche Gott uns erschaffen hat, dann hat er uns auch die Möglichkeit gegeben ihn wahrzunehmen. Da dies aber nicht der Fall nach dem Christlichen (Generellem Glauben) ist, und wir Gott nicht erreichen können, sondern nur an ihn Glauben können, bin ich der Meinung das die Werten Herre der Kriche die Bibel (Neues wie Altes Testament) missverstanden haben. Solange die Christlichen Werte eingehalten werden, die 10 Gebote also + einen Schuss humanistischem Ansatz, bin ich der Meinung das Gott mir meine Naivität verzeihen.

PS: Guter Thread, und noch gutere Frage ; ]

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Re: Seid ihr religiös?

Beitrag von IllDepence » 15.03.09 11:33

@Rose:
Ob man nun an seine Existenz, oder aber einfach nur an den von ihm vemrittelten Werten glaubt, ist irrelevant.
Da bin ich komplett anderer Meinung.
Ich finde zwar, für jemanden, der sich als gläubig bezeichnet, reduzierst Du das Wort "Gott" weiter als viele andere, dennoch ist die Frage der Existenz Gottes auch die generelle Frage der Existenz des Übernatürlichen.
Würde man "Gott" so weit reduzieren, dass er weder wahrnehmbar ist, noch eingreift oder Aufmerksamkeit benötigt, kann man den altertümlichen Begriff auch gleich weglassen.
"Der Mann der sich an Gottes Gesetze hält, der nimmt nur an nicht an Gott zu glauben. In Wahrheit ist er nur zu naiv um es zu begreifen."
Verzeih mir, wenn ich für ein paar Zeilen aus meiner sachlichen, argumentativen Art falle.
Aber diesen Satz finde ich zu herrlich :D
Zu naiv? Sagt mir der Gläubige? Der an uralten Überzeugungen festhält, die bei rationaler Betrachtung nichts weiter als ein - weltweit verbreiteter - Witz sind? :D
omg, zu geil :ugly:

Im Übrigen - und damit wären wir wieder zurück aus der 'unbegründeten Polemik' - ist es eine absolute Frechheit. Er stellt 'gute Menschen' als ihrer Natur nach gläubig hin. Zudem seien 'Gute', die sich als ungläubig bezeichnen, nur naiv, was eine völlige verdrehung der Tatsachen ist. Wer 'gut' ist und dazu keine Religion braucht ist geistig unabhängig und skeptischt.
Seiner Aussage nach wäre gläubig mit gut und ungläubig mit böse gleichzusetzen.
Macht man sich mal Gedanken entpuppt sich die Aussage des Religionsvertreters als ein gefährliches Hirngespinst, das Atheismus als 'das Böse' hinstellt.
Unglaublich welche Dreistigkeit dieser Mensch besitzt -.-'
allerdings weiss ich nicht warum ich an etwas glauben sollte was ich nicht spüre, nicht sehe, nicht höre.
Hierzu ein sehr amüsantes Argument für die Existenz Gottes
aus der Liste Hundreds of Proofs of God’s Existence:

ARGUMENT FROM INVISIBILITY
(1) God is invisible.
(2) I can't see God.
(3) Therefore, God exists.


Rose, ich denke, Du hast zwar die angebrachte Skepsis Religion gegenüber, aber irgendwas hindert Dich daran, Deine Gedanken zu Ende zu denken oder konsequent Schlüsse daraus zu ziehn. Wenn Du schon sagst, dass Du eigentlich nur an den Werten festhältst, wieso verzichtest Du dann nicht auf die Religion als der Witz an Hokuspokus, der sie ist, bezeichnest Dich als Atheisten und befasst Dich weiter mit Philosophie?
Oder glaubst Du doch an Übernatürliches?

Jedenfalls glaube ich, Du beugst Dich viel zu sehr nur um Dich noch als gläubig bezeichnen zu können. Das braucht es nicht. Atheist zu sein heißt keineswegs Werte zu verachten. Es vermittelt viel mehr geistige Unabhängigkeit.
Ich hoffe Du denkst mal drüber nach.



@Wambo:

Ok, jetzt verstehe ich, was Du damit ausdrücken willst.

Dennoch
Selbst ganz unterentwikelte organissmen wie einzeller sind recht komplizirt aufgebaut dafür das die eig nichts können. Und einzeller waren ja ganz am anfang. Daraus kamen dan mehrzeller usw. Und die einzeller müssen ja i-wo her gekommen sein oder???
Gefährliches Halbwissen. Ich denke wirklich, dass es Dir gut tun würde Dich mal etwas genauer mit der Evolutionstheorie auseinanderzusetzen.
Du nimmst das mit dem "nach und nach entwickeln" einfach so hin, ohne Dich wohl je gefragt zu haben, wieso und wie genau das funktioniert mit der natürlichen Selektion.

Nicht, dass ich Dich von Deinen Überzeugungen abbringen will. Ich denke nur Du würdest in der Hinsicht etwas klarer sehn, wenn Du einen tieferen Einblick hättest.

Zugegeben, die natürliche Selektion gibt keine Antwort auf den Ursprung des Lebens. Aber sie nimmt dem Argument der Komplexität jede Wirkung.
Die Entstehung des Lebens lässt sich statistisch begründen. Ein sehr Unwahrscheinliches Ereignis - zugegeben. Aber selbst wenn man die heutigen Schätzungen zur Anzahl an Galaxien, Sonnensystemen und vor allem Planeten, die Leben, so wie wir es kennen, zulassen würden, noch stark zurückschraubt erscheint es plötzlich nicht mehr wirklich unwahrscheinlich.

Ein kleines Beispiel dazu:
Nehmen wir an, die Wissenschaft entwickelt einen DNA-Test, der eine Genauigkeit von 99,9999% liefert - klingt doch extremst sicher. Irgendwo an einem internationalen Flughafen wird ein Gegenstand verloren und es werden DNA-Spuren gefunden.
Wird jetzt ein Mensch gefunden, zu dem die DNA passt, würde wohl jeder sofort mit der Aussage damit einverstanden sein, dass der verlorene Gegenstand zu dieser Person gehört.
Aber (!!!) bei einer Weltbevölkerung von 6,75Mrd passt unsere DNA zu 6750 Personen weltweit. Das ist eine ganze Kleinstadt^^
Du siehst also, wir können die Wahrscheinlichkeit der zufälligen Entstehung von Leben bei 0,000...000001% anlegen. Bei der Anzahl an Galaxien, Sonnensystemen und Planeten ist das gar nicht so unwahrscheinlich.


Aber wie gesagt ich bin kein katholik. Ich glaube nicht das die familien der opfer glauben das sie es verdient haben
Das glaube ich auch nicht. Und ich wollte dich auch nicht als fundamentalistischen Katholiken hinstellen.
Das war mehr so eine generelle Kritik an Religion xD


Gruß,
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Re: Seid ihr religiös?

Beitrag von Rose » 18.03.09 18:56

Ich hoffe die Zitate werden nicht als Fullquote behandelt.
IllDepence hat geschrieben:Ich finde zwar, für jemanden, der sich als gläubig bezeichnet, reduzierst Du das Wort "Gott" weiter als viele andere, dennoch ist die Frage der Existenz Gottes auch die generelle Frage der Existenz des Übernatürlichen.
Du hast es erfasst :) Ich reduziere das Wort Gott wie es seit dem Christentum benutzt wird. Ich bin nicht "gläubig" in dem Sinne, wie es in irgendeiner Religion jemals niedergeschrieben wurde. Daraus folgt das ich "ungläubig" für die meisten hier im Forum sein sollte, die katholisch oder eben auch evangelisch sind. Gott , in seiner reiner Bedeuten, ist ein Begriff den ich normalerweise nicht anfasse, da es aber keine Beweise gibt für seine Existenz, weder Pro noch Contra, ist es jedem sich selbst überlassen ob er an Gott glaubt oder nicht. Atheisten sind normalerweise Menschen die sich Gott als eine Person vorstellen und ihr Charakteristiken anerkennen wollen. Diese sind meiner Meinung nach genau so naiv wie Menschen die nur an Gott glauben weil es ihnen so gelehrt wurde. Ich kann mir nicht vorstellen das es Gott gibt, weswegen ich ungläubig bin, allerdings bin ich der Meinung das Gott als alles Lebende un Tote im ganzen Universum angesehen muss. Wenn man sich meine Thorie anschaut merkt man das das irrationale an dem Begriff Gott verschwindet, eben so wie das rationale. Um mich kurz zu fassen glaube ich das die Wahrheit in genau diesem Zwiespalt liegt. Zwischen glauben und nicht glauben. Also wenn man alles was im Universum existiert, jede Bewegung, jede Art von in Energie als ein Ganzes wahr nimmt, und in diesem einen Sinn zu sehen glaubt, ist das dann religiös oder nicht?
IllDepence hat geschrieben:Hierzu ein sehr amüsantes Argument für die Existenz Gottes
aus der Liste Hundreds of Proofs of God’s Existence:
Es ist wirklich verdammt amüsant^^ Die Naivität mancher Menschen fällt doch wirklich ins Bodenlose. Frage: Wer ist naiv? Jemand der sich dumm benimmt, also Jemand der einfältig ist? Oder Jemand der seine Gedanken verschliesst, und nicht bereit ist dazu zu lernen, ggf. seine Meinung zu ändern?
Ich tendiere zu B : )
IllDepence hat geschrieben:Jedenfalls glaube ich, Du beugst Dich viel zu sehr nur um Dich noch als gläubig bezeichnen zu können. Das braucht es nicht. Atheist zu sein heißt keineswegs Werte zu verachten. Es vermittelt viel mehr geistige Unabhängigkeit.
Ich hoffe Du denkst mal drüber nach.
Ich lasse keinen Druck auf mich einwirken. Du kannst dir sicher sein das Ich jemand bin, der bis zum Ende hindiskutieren kann. Und wann endet eine Diskussion? Entweder in einem Kompromiss oder aber eine der beiden Seiten ändert sich. Mir ist es egal was andere Menschen von mir halten. Allerdings bin ich bereit dies immer zu diskutieren. Ist das kein Beweis für Selbstständigkeit bzw. geistige Unabhängigkeit? Natürlich darf es nicht sein das man sich verschliesst. Deshalb versuche ich aus jeder Diskussion, egal wie dumm und uninteressant sie mir erscheint, etwas zu gewinnen das mich voran bringt. Bzw. bin ich gespannt auf die Antworten ;) Das scheint ein interessantes Gespräch zu werden noch!

Abschliessend möchte ich noch einiges zusammen fassen. Ich versuche mich ständig weiter zu entwickeln. Egal worum es geht, Vorrausetzung ist, das es mich interessiert. Ich bin ein überaus kompetenter Gesprächspartner der im Normalfall nie das Gespräch abbricht, bevor etwas dabei herauskommt. Ein Schlüsselwort das meine Einstellung zu Diskussionen erklärt wäre die Objektivität. Ich bin nicht perfekt, ich bin nicht besser als andere Menschen, ich bin nur anders. Deshalb wird jede Meinung von mir akzeptiert, aber halt nicht notwendigerweise als richtig an gesehen. Ich gehe sehr wohl mit meinen Schlussfolgerungen konsequent um. Nur wenn eine Variable in einer Rechnung als relativ behandelt wird, dann kann man die ganze Rechnung vergessen. Der Wert der Variablen kann natürlich geschätzt, und es kann ungefähr ein Ergebnis vermittelt werden. Wer mag aber den Glauben an sich, als Wert nieder zu bestimmen? Philosophie ruled. Weswegen ich mich auch weiterhin mit ihr befassen werde :]


@IllDependence
Du scheinst mir jemand zu sein der ebenfalls die richtige Skepsis entwickelt hat, und das nicht nur als Einstellung gegenüber der Religion. Wie hoch setzt du Prinzipien, Ideologien usw. an?
Zuletzt geändert von Rose am 18.03.09 20:46, insgesamt 1-mal geändert.

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